wtorek, 2017-10-17 Antonii, Ignacego, Wiktora
 

Über uns


Die Stiftung für Aktive Rehabilitation (Fundacja Aktywnej Rehabilitacji — FAR) führt seit 1988 ein umfassendes Programm zur gesellschaftlichen und beruflichen Eingliederung von Personen mit einer dauerhaften Schädigung des Rückenmarks, die an den Rollstuhl gebunden sind. FAR ist eine Nichtregierungsorganisation, die auf Initiative der Rollstuhlfahrer für Rollstuhlfahrer gegründet wurde. Sie versteht also perfekt ihre Bedürfnisse und Möglichkeiten.

Jeden Tag erleiden 3-4 Personen in Polen einen Unfall, der eine Rückenmarkschädigung zur Folge hat. Am häufigsten sind es junge Menschen im Alter von 15 bis 30 Jahren. Es fällt ihnen schwer, sich das weitere Leben im Rollstuhl vorzustellen.

Im Krankenhaus werden Personen mit einer schweren Schädigung des Rückenmarks ständig medizinisch versorgt. Nach der Rückkehr nach Hause können sie die einfachsten Alltagsaktivitäten selbstständig nicht ausführen. Die Familie ist ratlos. Falls sie es sich leisten kann, wird eine Krankenschwester angestellt, dies löst das Problem jedoch nicht.

Menschen mit einer dauerhaften Schädigung des Rückenmarks müssen nicht bis zum Lebensende ständig betreut und von allen Pflichten befreit werden. Sie brauchen vielmehr bestimmte Fertigkeiten, um die Selbstständigkeit, Selbstachtung und den Platz in der Gesellschaft zurückzugewinnen.

Gerade hier greift die Stiftung für Aktive Rehabilitation ein. Sie zeigt den Menschen mit Schädigung des Rückenmarks, wie sie auch im Rollstuhl normales Leben führen, ihre Träume verwirklichen und Ziele, die für sie vor dem Unfall wichtig waren, erreichen können.

 

DAS PROGRAMM

Das von der Stiftung vorbereitete Programm umfasst eine Reihe von Elementen:
 

  • Teilnehmerwerbung

Instrukteure für Aktive Rehabilitation — am häufigsten sind es behinderte, auch an den Rollstuhl gebundene Menschen, die jedoch selbstständig sind und eine erfolgreiche Rehabilitation hinter sich haben — besuchen Krankenhäuser und Rehabilitationseinrichtungen. Sie wollen Patienten mit einer Schädigung des Rückenmarks zu krankengymnastischen Übungen und zur „aktiven“ Rehabilitation ermutigen. Sie versuchen sie auch zur Teilnahme an den durch FAR organisierten Schulungs- und Rehabilitationscamps zu überreden. Gleichzeitig machen sie das medizinische Personal mit der Methodik und den Voraussetzungen der Aktiven Rehabilitation vertraut.
 

  • Einführung

In den Schulungs- und Rehabilitationscamps der ersten Stufe, den sogenannten Einführungscamps, werden den Teilnehmern praktische Fähigkeiten und Informationen beigebracht, die im weiteren Leben notwendig sind. Die Teilnehmer lernen u.a., wie sie sich selbstständig in den Rollstuhl setzen und aus dem Rollstuhl aussteigen können, wie man sich selbstständig an- und auszieht oder im Haus und in der Stadt bewegt. Sie nehmen auch an Sportübungen teil (darunter Technik des Rollstuhlfahrens, allgemeines Training, Bogenschießen, Tischtennis und Schwimmen).
 

  • Fortsetzung

Rollstuhlfahrer können auf die Hilfe der Stiftung nicht nur in den Camps rechnen. In allen Woiwodschaften befinden sich regionale FAR-Büros, wo Informationen jeden Tag zu finden sind. Unsere Koordinatoren führen lokale Trainingsgruppen, in denen Behinderte ihre Rehabilitation nach der Rückkehr aus dem Camp fortsetzen können. Weitere Elemente des Stiftungsprogramms umfassen spezielle Sportcamps und Berufsschulungen — Computerkurse, die den Behinderten Grundlagen für weiteres Lernen und zukünftige Arbeit vermitteln, sowie Schulungen für medizinisches Personal und Pflegekräfte. Die Tätigkeit der Stiftung schließt die Lücke zwischen dem Krankenhaus und dem Zuhause, was die Rollstuhlfahrer schneller zum aktiven Leben zurückkehren lässt.